MENU


Kirchheim2030 - Ortsentwicklung unserer Gemeinde

Grundidee
  • Verknüpfung der Gemeindeteile
  • Schaffung von Wohnraum
  • Grüne Hauptschlagader zwischen Kirchheim und Heimstetten
  • Ortspark mit Öffentlichen Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen, Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten und einer Fahrrad- und Fußwegachse

Wo stehen wir?
  • Wir sind eine Familiengemeinde mit Bedarf an Bildungs-, Betreuungs-, und öffentlichen Einrichtungen.
  • Wir sind eine Wohlfühlgemeinde mit Bedarf an Freizeit- und Erholungsraum.
  • Wir sind eine Gemeinde für alle, die Wohnraum für Ortsansässige, Familien und Senioren schafft.
  • Wir sind Kirchheim, Heimstetten und Hausen, die sich weiterentwickeln wollen

Wo soll‘s hingehen?
  • Neuer Wohnraum
  • Raum für Bildung und Betreuung, neues Rathaus
  • Ortspark und viel „Grün“
  • Abgestimmtes Verkehrskonzept
  • Mehr Lebensqualität

Das Gelände
  • Insgesamt 486 600 Quadratmeter zwischen den Gemeindeteilen Kirchheim und Heimstetten

Bürgerbeteiligung stand am Anfang aller Planungen

Nach mehreren gescheiterten Versuchen, die Ortsentwicklung zwischen den Gemeindeteilen Kirchheim und Heimstetten voranzutreiben, wurde ein Bürgerbeteiligungsverfahren auf den Weg gebracht, um Ideen und Interessen der Bürger mit einzubeziehen. Diese Beteiligung sowie intensive Beratungen der jeweiligen Gemeinderäte prägen das heutige Struktur-konzept. 

Ausgangspunkt waren drei Gemeinderatsklausuren 2008 und 2009, die die Rahmenbedingungen bzw. -ziele festlegten. Ein Bürgerbeirat sowie das „Zukunftsforum Kirchheim“ erarbeiteten auf dieser Grundlage ihre Empfehlungen zur Planung und Gestaltung des Gebietes zwischen Kirchheim und Heimstetten. Unter Einbeziehung dieses Bürgerdialogs beschloss der Gemeinderat 2010 die Grundzüge der Ortsentwicklung und die Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs. In meh-reren Klausuren und Sondersitzungen wurden danach Anpassungen beschlossen, um aktuelle Entwicklungen zu berück-sichtigen. Das Strukturkonzept Kirchheim 2030 wurde schließlich im Oktober 2016 mit nur einer Gegenstimme beschlos-sen. Bis zum Bürgerentscheid im September 2017 konnten sich dann alle Bürger ausführlich im Rahmen eines weiteren Dialogverfahrens einbringen. Alle Hinweise, Anregungen und Kritikpunkte wurden dokumentiert und fließen in die jeweilige Ausführungsplanung ein, sollten die Bürger grünes Licht für dieses Konzept geben.
 

Der Wettbewerb

Ziel des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerbs war es, ein tragfähiges Grundgerüst für die Ortserweiterung zwischen den Gemeindeteilen Kirchheim und Heimstetten zu entwickeln. Für das etwa 96 Hektar große Gebiet wurde mit dem Sieger des Wettbewerbs, der Planungsgemeinschaft Zwischenräume, ein Masterplan erarbeitet, der die in offenen Beteiligungsforen eingebrachten Vorschläge miteinbezog und damit eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde für die nächsten Jahrzehnte sichern soll.


Vergleich Wettbewerb - Planung

Im Vergleich zum Wettbewerb konzentriert sich die Planung des Strukturkonzepts Kirchheim 2030 nun auf Flächen am und um den Ortspark. Von 944.930 m² wurde das Areal auf 486.600 m² reduziert, um weniger Fläche zu verbrauchen und Ressourcen zu sparen. Auch die Wohnformen sind dem zentralen Ortsbereich angepasst. Gleichzeitig kommt es durch das viele Grün aber nicht zu einer dichteren Bebauung als im Bestand.
Mit dem Verzicht auf weiteren Einzelhandel werden die bestehenden Ortskerne gestärkt. Es gibt keine künstliche neue Mitte, sondern eine attraktive Verbindung zwischen den lebendigen Gemeindeteilen Kirchheim und Heimstetten.

Um verkehrliche Verbesserungen zu erreichen, wird das Kirchheimer Ei zu einer funktionierenden Kreuzung umgebaut. Neue Beschleunigungsspuren schaffen eine Verbesserung der Anbindung an die Staatsstraße. Durch ein besseres Rad- und Fußwegenetz mit dann fünf Brücken über die Staatsstraße werden Wege deutlich kürzer und es kann gelingen, den Anteil innerörtlicher PKW-Fahrten zu reduzieren.
Ergebnis des Wettbewerbs 2011
Planung Kirchheim 2030
Bereits seit 1972 wird an einer die beiden Gemeindeteile Kirchheim und Heimstetten verbindenden Planung gearbeitet. Bürgerbeteiligung und ein reduzierter Planungsumgriff sowie die Stärkung der beiden vorhandenen Ortskerne von Kirchheim und Heimstetten durch den verbindenden Ortspark haben den Durchbruch gebracht. Mit nur einer Gegenstimme hat der Gemeinderat das vorliegende Strukturkonzept Kirchheim 2030 am 4. Oktober 2016 beschlossen.

Planungsidee auf einen Blick:

  • Attraktive Verbindung der beiden Gemeindeteile Kirchheim und Heimstetten durch den Ortspark.
  • Stärkung der Ortskerne, Erhalt der Identität und des Charakters von Kirchheim durch viel Grün.
  • Stufenweise Entwicklung über 10 bis 15 Jahre schafft bezahlbaren Wohnraum – bei maßvollem Einsatz von Flächen.
  • Verkehrsvermeidung durch neue Rad- und Fußwege und Stärkung des ÖPNV. Verkehrsverbesserung durch Umbauten am Kirchheimer Ei und an der Staatsstraße. Verkehrssicherheit durch Verkehrsberuhigung und Tempo-Reduzierung.

Das Strukturkonzept verknüpft die beiden Gemeindeteile Kirchheim und Heimstetten über einen großen Ortspark mit öffentlichen Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen, Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten sowie einer Fahrrad- und Fußwegachse. Der neue Wohnraum orientiert sich am Ortspark und nimmt dessen naturnahen Charakter über grüne Fugen auf.
Grünflächen in derselben Größenordnung wie die Wohnbebauung sollen einen adäquaten Ausgleich darstellen und eine Verbesserung der Lebensqualität erzielen. So sollen, neben den schon bestehenden Gebäuden der Grund- und Mittelschule und des Jugendzentrums, weitere öffentliche Einrichtungen, wie das neue Gymnasium mit Turnhalle, am Park entstehen. Auch ein zentrales Rathaus mit Bürgersaal und Bücherei ist geplant. Das Seniorenzentrum der Gemeinde soll erweitert werden und auch für ergänzende Einrichtungen für Kinder in den Wohngebieten soll Raum geschaffen werden. 

Baustruktur Kirchheim 2030 (Zwischenräume Architekten und Stadtplaner GmbH)

FÜR ORTSANSÄSSIGE, FAMILIEN UND SENIOREN

Wohnen Plan Kirchheim2030
Vorschlag für Entwicklungsschritte



Gesamtgeschoßfläche i.H.v. 128.700 m2

Wohnen Plan Kirchheim2030
Neue Wohnangebote für Ortsansässige, Familien und Senioren schaffen und gleichzeitig eine verträgliche Ortsentwicklung erreichen – das ist das Ziel des Strukturkonzepts Kirchheim 2030. Durch vernünftige Entwicklungsschritte mit moderatem Zuzug und einer Mischung der Wohnformen soll dies für Kirchheim erreicht werden. Die Gliederung in überschaubare Wohngebiete mit einer verkehrlichen Erschließung von außen ermöglicht zudem städtebaulich gelungene und anwohnerschonende Angebote.

Der Druck auf neuen Wohnraum ist groß, die Bewerberzahlen für Wohngebiete wie an der Caramanicostraße übersteigen das Angebot deutlich. Um hier Verbesserungen zu erreichen, sollen insgesamt rund 900 Wohnungen und 330 Eigenheime neu entstehen. Unbegrenzten Zuzug bzw. massive Neuausweisung von Wohnbauland wird es nicht geben! So wurde der Umgriff des Planungsgebietes halbiert und das Wohnbauland wird nur schrittweise innerhalb von 10 bis 15 Jahren ausgewiesen, um ein sensibles Wachstum zu gewährleisten.

Der städtebauliche Vertrag mit den Grundstückseigentümern ermöglicht, dass 30% des Wohnraums als Angebot nur für Ortsansässige zu einem reduzierten Preis gemietet oder gekauft werden kann. Zudem hat der Gemeinderat insgesamt einen höheren Anteil an Mehrfamilienhäusern beschlossen, als ursprünglich im Wettbewerb vorgesehen, um der Preisentwicklung zu begegnen und mehr Bürgern bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen. Alle Grundstückseigentümer werden über das „Kirchheimer Modell“ an den Folgekosten der Baulandentwicklung beteiligt werden.

 

Planzahlen* auf einen Blick:

  • Wohnraum für Kirchheim-Heimstetten: 158.000 qm
  • Mehrfamilienhäuser: 75.900 qm
  • Einfamilienhäuser: 77.600 qm
  • Seniorenzentrum: 5.500 qm
  • Möglicher Einwohnerzuwachs: ca. 2.800 Bürger

*Bauland

Wohnen auf einen Blick:

  • Neuer, passender Wohnraum zur Miete und im Eigentum in einer schrittweisen, anwohnerschonenden Entwicklung, z.T. auch autofrei mit dem Fokus auf dem Fahrrad.
  • Ressourcen- und flächenschonende Mischung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern.
  • 30% der neuen Wohnfläche als vergünstigter Wohnraum für die Ortsansässigen aller Generationen.
  • Seniorenzentrum: 5.500 qm
  • Qualitäten durch Wohnen im Grünen, Nachbarschaftsplätze und moderne Bebauung im zentralen Bereich am Ortspark.
 

Mietbindung

Die vereinbarten Reduzierungs-Werte nehmen Bezug auf eine Marktmiete i.H.v. 15,00 € pro m². Verändert sich diese, verändern sich auch die vereinbarten Werte um dieselbe Prozentzahl.

Kirchheimer Mietmodell: Bei 15% der Geschoßfläche des neu zu schaffenden Wohnraums wird die monatliche Miete um einen Betrag i.H.v. 2,50 € pro m² reduziert.

Kirchheimer Mietmodell Plus: Bei 1% der Geschoßfläche des neu zu schaffenden Wohnraums wird die monatliche Miete um einen Betrag i.H.v. 5,00 € pro m² reduziert.

Bei 4% der Geschoßfläche des neu zu schaffenden Wohnraums wird die monatliche Miete ebenfalls um einen Betrag i.H.v. 5,00 € pro m² reduziert – diese Fläche steht dann für die Erweiterung des Seniorenzentrums zur Verfügung.

Eigentumsbindung

Die vereinbarten Reduzierungs-Werte nehmen Bezug auf einen Marktpreis i.H.v. 6.000,00 € pro m². Verändert sich dieser, verändern sich auch die vereinbarten Werte um dieselbe Prozentzahl.

Kirchheimer Eigentumsmodell: Bei 10% der Geschoßfläche des neu zu schaffenden Wohnraums  wird der Verkaufspreis um einen Betrag i.H.v. 600,00 €  pro m² reduziert. Diese Reduzierung gilt für 6 Monate nach Verkaufsbeginn des jeweils betreffenden Bauabschnitts.

Neben neuem Wohnraum und einem Ortspark sind auch verschiedene öffentliche und soziale Einrichtungen innerhalb der Ortserweiterung geplant. So sollen sowohl ein neues Gymnasium und mehrere Einrichtungen für Kinder den steigenden Bedarf an Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten für junge Eltern decken.
Geplant ist auch ein neues Rathaus – mit einem modernen Bürgersaal, der den Bürgern und Vereinen ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Ebenso wird mit dem neuen Gymnasium eine neue Mehrfachturnhalle errichtet, um den Schulen und Vereinen mehr Hallenzeiten zu ermöglichen und den Sport vor Ort zu fördern. Das bestehende Jugendzentrum wird schon vor der Ortsentwicklung um ein Kinderhaus ergänzt. Zudem wird direkt am Ortspark das Seniorenzentrum erweitert.

Neubau von:
  • Gymnasium
  • Mehrfachturnhalle beim Gymnasium
  • Rathaus mit Bürgersaal und Bücherei
  • Erweiterung Seniorenzentrum
  • Haus für Kinder
  • Kindertageseinrichtungen

SPITZENPÄDAGOGIK AM ORT ERHALTEN

Wohnen Plan Kirchheim2030
Model und Visualisierung
Model des Gymnasiums Kirchheim2030
1. Preis: Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten, Berlin und UKL Landschaftsarchitekten, Dresden

Nach dem Auftreten teils erheblicher und gefährlicher Mängel an den alten Gebäuden wurde eine mögliche Sanierung durch verschiedene Planungsbüros untersucht. Im Zuge dieser detaillierten Gutachten hat sich herausgestellt, dass es deutlich wirtschaftlicher ist, das Gymnasium neu zu bauen. Der Träger der Schule, der Zweckverband aus den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim sowie dem Landkreis München hat daraufhin einstimmig einen Neubau befürwortet.

Der Neubau des Gymnasiums soll als attraktiver Lern- und Lebensraum für die Schüler verwirklicht werden, der das preisgekrönte moderne pädagogische Konzept der Schule berücksichtigt.

Ebenso wird mit dem neuen Gymnasium eine neue Mehrfachturnhalle errichtet, um den Schulen und Vereinen mehr Hallenzeiten zu ermöglichen und den Sport vor Ort zu fördern. Den idealen Standort direkt am Ortspark erhält die Gemeinde Kirchheim nur über das Strukturkonzept Kirchheim 2030. 

 

DIE POSITION DER SCHULFAMILIE

„... Aktuell besuchen fast 1300 Schülerinnen und Schüler die Schule. Ausgelegt ist das Gymnasium auf 800 Schülerinnen und Schüler. Mit den nachträglichen Erweiterungsbauten stehen Klassenzimmer für ca. 1200 Kinder und Jugendliche zur Verfügung ... Sollte der Neubau der Schule nicht sofort und ohne weitere Verzögerung angegangen werden, bedeutet dies konkret, dass ihre Kinder in einem viel zu engen Schulgebäude ggf. mit zusätzlichen Containern unterrichtet werden müssen ... Nach jahrelangen Planungen wurde mit einstimmigem Beschluss des Zweckverbandes Staatliche Schulen im Osten ein Neubau inklusive Mensa und Vierfach-Turnhalle verabschiedet ... Gebaut wird das neue Gymnasium unter obigen Bedingungen allerdings nur, wenn die Mehrheit der Kirchheimer am 24. September 2017 der Planung zu Kirchheim 2030 grundsätzlich zustimmt ... Sollten die Bürger die Planung zur neuen Ortsmitte am 24. September 2017 mehrheitlich ablehnen, so müssen alle bisherigen Planungen ad acta gelegt werden ... Nach bisher acht Jahren (!) Planungsarbeit ... würde diese weitere Verzögerung um drei Jahre die Situation unserer Schülerinnen und Schüler in der nicht mehr sanierungsfähigen und bis dahin völlig überfüllten Schule noch unzumutbarer machen. ...

Ihr(e) Elternbeirat, Schülermitverantwortung, Personalrat und Schulleitung des Gymnasiums Kirchheim“

Auszug aus einem Rundschreiben zur Situation des Gymnasiums.
Das vollständige Schreiben steht Ihnen im Downloadbereich der Website zur Verfügung.

 

Das Gymnasium auf einen Blick:

  • Das Gymnasium bleibt am Ort – durch Kirchheim 2030 erhält die Gemeinde alle Flächen für den Neubau.
  • Viel Platz für heute und morgen: Alle notwendigen Fach- und Arbeitsräume sowie eine Mensa zur Versorgung aller Schüler. Eine Aula als Versammlungs- und Veranstaltungsort für die Schulfamilie.
  • Architektur und Nutzung schafft Identifikation – gesundes Lernen in grüner Umgebung direkt am Ortspark. Moderne Pädagogik auf Top-Niveau wird so dauerhaft sichergestellt.
  • Neubau ist nach umfangreichen Studien wirtschaftlicher als Sanierung. Die Finanzierung ist über den Zweckverband mit drei Gemeinden, den Landkreis sowie die Regie-rung von Oberbayern gesichert.

IDEALER STANDORT IM ORTSPARK

Wohnen Plan Kirchheim2030
Heutige Situation

Model des Gymnasiums Kirchheim2030
Modell – Rathaus mit Bürgersaal

Die Kirchheimer Gemeindeverwaltung ist heute auf fünf Standorte in den Gemeindeteilen Kirchheim und Heimstetten verteilt. Das Rathaus und der Bürgerservice befinden sich an zwei Standorten in Kirchheim. Das Planungs- und Bauwesen sowie Umwelt, Energie und Abfallwirtschaft liegen in Heimstetten, das Archiv ist aktuell am Bauhof in der Florianstraße untergebracht. An allen Standorten ist die Raumsituation sehr beengt. Zudem sorgt die Verteilung auf fünf Standorte intern für Effizienzverluste und ist für die Bürger ausgesprochen unkomfortabel und nicht barrierefrei.

Das neue Rathaus soll ein Gebäude mit Identifikationscharakter für die Bürger aller Gemeindeteile werden. Der eine Standort für die gesamte Gemeindeverwaltung im neuen Ortspark an einer Verbindungsstelle zwischen Kirchheim und Heimstetten wird das noch einmal betonen. Gleichzeitig wird um das Rathaus herum keine künstliche neue Mitte geschaffen, sondern eine attraktive Verbindung zwischen den Ge-meindeteilen. Dadurch, sowie durch den Verzicht auf neuen Einzelhandel werden die bestehenden Ortskerne gestärkt. Alle Verwaltungsräume werden vollständig barrierefrei und bürgerfreundlich zugänglich sein.

 

Das Rathaus auf einen Blick

  • Die Situierung an einer historischen Wegeführung mit Zugang zu den Naturräumen des Ortsparks und die offene Gebäudeform symbolisiert und unterstützt die Verbindung der beiden Gemeindeteile.
  • Das zwei- bis viergeschossige Gebäude passt sich optimal der umgebenden Bebauung an und schafft einen Baukörper mit hohem Identifikationswert für alle Bürger. Die hohe Raum- und Gebäudequalität erlaubt eine optimale Kunden- und Arbeitsprozesssteuerung.
  • Mit Kirchheim 2030 erhält die Gemeinde alle notwendigen Flächen für das Gebäudeensemble aus Rathaus, Bürgersaal und Haus für Kinder.

MIT 101.200 QUADRATMETER GRÜNFLÄCHE

Wohnen Plan Kirchheim2030
Räterwiese

Model des Gymnasiums Kirchheim2030
Ortspark und „grüne Fugen“ in der Übersicht

Für die Gemeinde Kirchheim steht die Verbindung der beiden Gemeindeteile Kirchheim und Heimstetten im Mittelpunkt der Planungen. Kernelement dafür ist der neue, über 101.200 Quadratmeter große Ortspark zwischen der Grundschule Kirchheim und der Silva-Grundschule in Heimstetten. Der Park wird rund einen Kilometer in der Länge messen und mit Einschnürungen und Ausweitungen durchschnittlich 80 Meter breit sein. Diese großzügige Planung schafft Frei- und Erholungsräume für Anlieger genauso wie für alle Bürger der Gemeinde. Mit dem Ortspark wird ein Ausgleich zur Wohnbebauung geschaffen – zusammen mit den Grünverbindungen und den Lärmschutzflächen schafft Kirchheim 2030 fast genauso viel Grün wie Wohnbauland – ein besonders gutes Verhältnis, bei dem der Ortspark selbst fünfmal so groß wie die Räterwiese sein wird.

Als Verbindungselement zwischen Kirchheim und Heimstetten umfasst der Ortspark nicht nur die Fußgänger- und Fahrradmagistrale, sondern auch wichtige öffentliche Gebäude für die Bewohner aus beiden Gemeindeteilen. So sollen neben dem bereits bestehenden Jugendzentrum und der Grund- und Mittelschule noch Gymnasium mit Turnhalle, Rathaus und Bürgersaal mit Bücherei entstehen. Das Seniorenzentrum der Gemeinde wird genauso erweitert wie zusätzliche Einrichtungen für Kinder geschaffen werden. Darüber hinaus orientieren sich auch die neuen Wohnquartiere am Park. So soll eine Verbesserung der Lebensqualität für heutige und künftige Bewohner gleichermaßen erreicht werden.

Planzahlen auf einen Blick:

  • 101.200 qm Park
  • 28.900 qm Grünverbindungen
  • 22.900 qm Lärmschutzflächen

gesamt 153.000 qm Grünflächen = gleich groß, wie Wohnbauland

Der Ortspark auf einen Blick:

  • 101.200 m2 naturnaher Landschaftspark, ausgestaltet unter Mitwirkung der Bürger.
  • Neue Rad- und Fußwegeverbindungen am und durch den Ortspark schaffen eine grüne Verkehrsachse.
  • Grüne Lunge und Treffpunkt für alle Bürger und alle Generationen.
  • Der Ortspark und die grünen Fugen vernetzen den Park mit Umgebungsgrün und Naherholungsflächen.
  • Neuer Wohnraum und öffentliche Einrichtungen um den Ortspark herum schaffen eine attraktive Verbindung zwi-schen den Ortskernen von Kirchheim und Heimstetten.

Das Verkehrskonzept auf einen Blick:

  • Verknüpfung der Gemeindeteile mit fünf Fuß- und Radfahrwegen für mehr Verkehrssicherheit und weniger Binnenverkehr.
  • Umbau am „Kirchheimer Ei“ zur Verbesserung der Kreuzungssituation.
  • Konzept für den ruhenden Verkehr.
  • Anwohnerschonende Erschließung der neuen Wohngebiete von außen.
  • Verbesserte Anbindung an die Staatsstraße durch neue Auffahrten.
  • Schrittweise, geordnete Entwicklung lässt Zuzug verträglich steuern.
  • Kirchheim 2030 gestaltet die Mobilität der Zukunft – mit S-Bahn, Carsharing und E-Mobilität.

KIRCHHEIM 2030 IST EIN TEIL DER LÖSUNG

Das Strukturkonzept Kirchheim 2030 bietet durch stufenweise Bebauung und Außenerschließungen nicht nur Verkehrslösungen für neu entstehende Wohngebiete an, sondern schafft über neue Straßenführungen und weitere Querungen der Staatsstraße neue Chancen gerade auch für die bestehenden Siedlungsbereiche. 

Lösungen bietet Kirchheim 2030 etwa bei der Erschließung der neuen Wohnareale an. Durch die Erschließung von außen sowie durch den Verzicht auf Gewerbegebiete wird Durchgangsverkehr durch die Gemeindeteile vermieden. Zudem erfolgt die Wohnbebauung in Modulen, also stufenweise über Jahre hinweg, so dass Zuzug verträglich gesteuert werden kann. Auch die insgesamt fünf Fuß- und Radwegequerungen über die Staatsstraße 2082 schaffen neue Verbindungen zwischen Kirchheim und Heimstetten und wirken der Teilung entgegen. Weiter werden Umbaumaßnahmen bei den Auffahrrampen der Staatsstraße die Zufahrt erleichtern und beschleunigen. Mit Tief- und Quartiersgaragen wird auch der ruhende Verkehr optimiert. 

Kirchheim 2030 eröffnet die Möglichkeit, schrittweise und geordnet die vielen Verkehrsthemen anzugehen, die die Gemeinde heute schon beschäftigen. Dazu gehören auch Carsharing-Modelle, Elektromobilität und Ladestationen, Fahrradmobilität mit Wegenetz und Leihsystemen. Nicht zuletzt wird der öffentliche Nahverkehr mit dem S-Bahn-Halt und dem 15-Minuten-Takt durch die Zweite Stammstrecke als zentrale Schnittstelle aufgewertet. Die Kapazität wird erhöht. Auch die neue Buslinie 262 ist ein Beispiel dafür. Durch diese Maßnahmen werden PKW-Verkehre reduziert.


AKTIVE VERKEHRSPLANUNG NOTWENDIG

 

Die Verkehrsplanung auf einen Blick:

Ist-Situation im Jahr 2017
  • Untersuchte Umgehungsstraßen bringen wenig Entlastung für Kirchheim – Initiative der Gemeinde für Lösung über den Landkreis.
  • Verkehrsberuhigungsmaßnahmen im gesamten Gemeindegebiet für Sicherheit und Lenkung zusätzlich erforderlich.
  • Erhöhung von Radverkehrsanteilen sowohl in Kirchheim mit attraktiven Rad- und Fußwegeverbindung durch den Ortspark als auch im Umland sowie Ausbau und Attraktivität ÖPNV zur Verkehrsreduzierung erforderlich.
  • Verzicht auf Gewerbe und Einzelhandel zur Vermeidung von Durchgangsverkehr.

Das aktuelle Verkehrsgutachten berücksichtigt neben Verkehrszählungen und -befragungen aus dem Jahr 2017 eine Reihe von bereits vorliegenden Untersuchungen. Dazu gehören Verkehrszählungen des Landkreises München aus den Jahren 2010, 2011 und 2012 genauso wie Straßenhierachien aus dem Wettbewerb, das Verkehrskonzept der Bürgerinitiative aus dem Jahr 2013, Haushaltsbefragung und Radverkehrskonzept, die Regelquerschnitte der Straßen, die Untersuchungen zum Kirchheimer Ei, der nördlichen Einfädelspur ST2082 oder zum LKW-Durchgangsverkehr. Im Rahmen des Gutachtens wurde eine Prognose für das Jahr 2030 mit dem Verkehrsmodell der Transver GmbH erstellt. Zusätzlich wurden die Maßnahmen der Ortsentwicklung Kirchheim 2030 einbezogen und verschiedene Varianten von Umfahrungsstraßen in Verbindung mit Kirchheim 2030 untersucht. 

 

Prognose Verkehrsentwicklung bis zum Jahr 2030

Prognose ohne Kirchheim 2030
Prognose mit Kirchheim 2030 (= Planfall)

 

 

Prognose Verkehrsentwicklung bis zum Jahr 2030

mit Westtangente bis zur M1 (ohne Anschluss Bajuwarenstraße)
mit Osttangente

 

Die Zahlen im Detail finden Sie in der Präsentation zum Themenabend Verkehr II im Downloadbereich der Website. Die angebenen Zahlen in blau sind absolute Zahlen in 1000 pro 24 Stunden, in rot bzw. grün werden die Veränderungen als absolute Zahlen in 1000 pro 24 Stunden angezeigt. Straßen ohne Detailzahlen bleiben unter der Erhebungsgrenze von 300 Fahrzeugen pro 24 Stunden.

 

AKTIVE VERKEHRSPLANUNG NOTWENDIG

Ausgangspunkt des Verkehrsgutachtens ist das Bestandsmodell. Dieses zeigt den Ist-Zustand mit Erhebungen aus dem Jahr 2017. Auf der Grafik lassen sich die heutigen Belastungen mit rund 21.000 Fahrzeugen z.B. auf der Staatsstraße oder mit rund 6.500 Fahrzeugen auf der Hauptstraße gut ablesen.

In einem nächsten Schritt wurde eine Zukunfts-Prognose ohne Kirchheim 2030 erstellt, berechnet für das Jahr 2030. Sie enthält das statistisch ermittelte Bevölkerungswachstum und Entwicklungen in Kirchheim und Umgebung ohne Kirchheim 2030. Das Bevölkerungswachstum ergibt sich aus Verdichtungen in der Bestandsbebauung. Bis 2030 könnten so 36.062 m² Geschoßfläche (siehe Gutachten hierzu im Download-Bereich der Website) bei durchschnittlich 38 m² Fläche pro Bewohner also 949 Einwohner dazukommen, durch die Entwicklung in Hausen-Süd mit 19.422 m² Geschoßfläche nochmals 511 Zuzüge. Insgesamt ist ein Wachstum von über 10% zu erwarten – gegenbestätigt durch Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (hier: 13% Bevölkerungswachstum; Grundlage der Prognose). In der Prognose ohne Kirchheim 2030 lässt sich erkennen, dass durch die im Jahr 2011 beschlossene Anbindung der Heimstettner Straße die Belastung auf der Hauptstraße sinkt. Auf der Staatsstraße hingegen nimmt der Verkehr um fast 2.000 Fahrzeuge zu.

Weiter wurde dann der Planfall Kirchheim 2030 untersucht. Dieser enthält die Neubaugebiete und die veränderte Straßenführung entsprechend dem Strukturkonzept Kirchheim 2030. Es wird deutlich, dass Kirchheim 2030 selbst nur jeweils geringfügige Verkehrssteigerungen verursacht: Am Heimstettner Moosweg mit rund 400 Fahrzeugen in 24 Stunden, an der südlichen Heimstettner Straße mit 300 bzw. 400 Fahrzeugen und an der nördlichen mit 1.100 bzw. 100 auf 24 Stunden. Diese Zahlen berücksichtigen dabei zusätzliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie Kreisverkehre, Verengungen und Temporeduzierungen noch nicht. Hier können erhebliche Effekte erzielt werden. Gleiches gilt für die angestrebte Erhöhung des Rad- und ÖPNV-Anteils am Verkehr insgesamt.
Nicht zuletzt wurde eine Reihe von Planfall-Varianten berechnet. Maßnahmen wie die Ost- oder Westtangente werden zusätzlich zur Ortsentwicklung angesetzt. Hier wird deutlich, dass es in beiden Fällen nur zu punktuellen Entlastungen in Kirchheim kommt, die Tangenten aber jeweils vor allem aus dem Umland erheblichen Verkehr anziehen. Kirchheim hat daher die Initiative ergriffen und wird mit diesen Zahlen eine Lösung zumindest für die Westtangente über den Landkreis anstreben. Der Kreistag berät hierüber im November 2017.

MEHRWERTE DURCH GESAMTKONZEPT

Kosten und Finanzierung auf einen Blick:

  • Die Gemeinde erhält alle notwendigen Flächen.*
  • Die Bauträger beteiligen sich mit 85,8 Mio. Euro.
  • Die Kosten der Gemeinde liegen bei 27,7 Mio. Euro.
  • Kirchheim 2030 schafft bleibende Werte.

* Die Gemeinde Kirchheim bringt 202.717 m² Fläche in das Gesamtareal mit ein. Dann erfolgt ein Umlegungsverfahren. Die Gemeinde erhält 296.297 m² an Flächen aus der Umlegung zurück. Dort können die verschiedenen Vorhaben realisiert werden.

Kirchheim 2030 bietet die einmalige Gelegenheit, im Rahmen einer geordneten Entwicklung zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen, wie Rathaus aber auch Ortspark, Kinderbetreuung und Brücken zu realisieren. Die Kosten dafür tragen zu einem großen Teil die Grundstückseigentümer, also vor allem die Bauträger, denen die Flächen seit den 70er Jahren gehören. Zudem ist nur durch Kirchheim 2030 geförderter Wohnungsbau in diesem Ausmaß möglich. Nicht zuletzt schafft die Gemeinde durch Kirchheim 2030 bleibende Werte in ganz erheblichem Ausmaß: Im Rahmen des erforderlichen Umlegungsverfahrens erhält die Gemeinde sowohl die Flächen mit vorhandenen Bestandsgebäuden als auch die notwendigen Flächen für Straßen, Grünflächen, Kinderbetreuung und Grundschulerweiterung genauso wie zusätzliche Flächen für Rathaus, Gymnasium und Ortspark. Damit stellt Kirchheim 2030 einen erheblichen Mehrwert für alle Bürger dar. Über Steuermehreinnahmen durch die neuen Einwohner sowie den laufenden Haushalt wird Kirchheim 2030 solide finanziert. 

:Leistungen der Bauträger
Leistungen der Bauträger
 
 
:Kosten für die Gemeinde Kirchheim
Kosten für die Gemeinde Kirchheim