Diese Webseite dient Ihrer Information zum Ortsentwicklungsprojekt Kirchheim 2030.
Sie ist auch Dialog-Plattform für Ihre Fragen, Anregungen und Kritik.

Kirchheim2030

Ortsentwicklung unserer Gemeinde
Bürgermeister von Kirchheim
Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 24. September 2017 haben Sie mit überwältigender Mehrheit grünes Licht für Kirchheim 2030 gegeben. Das ist uns Auftrag und Verpflichtung zugleich. Aus dem Strukturkonzept Kirchheim 2030 ist durch den Aufstellungsbeschluss des Gemeinderates vom 25. September 2017 das Bebau-ungsplanverfahren mit Grünordnung Nr. 100 geworden. Seitdem präzisieren wir zusammen mit Fachbüros die wesentlichen Elemente jedes Teilbereichs, unterlegen sie mit Gutachten und legen sie den Bürgerinnen und Bürgern, den Fachbehörden und Trägern öffentlicher Belange zur Einsicht und Stellungnahme vor. Das Bebauungsplanverfahren schafft somit die Basis für die konkrete Umsetzung und gibt allen Rechtssicherheit. Der gesamte Prozess ist in jedem Schritt transparent.

Die Planungen zur Landesgartenschau 2024 schreiten ebenfalls voran. Am 13. Juli haben wir einen Siegerentwurf des landschaftsplanerischen Wettbewerbs gekürt. Der Fokus des Preisgerichts lag immer auf der Frage: Was stiftet dauerhaft nutzen und wie profitiert der Ort langfristig? Mit dem Sieger haben wir eine Planung, die eine mutige, selbstbewusste Antwort liefert. Wir schaffen für Sie einen Ortspark mit ganz viel Flair. Gleichzeitig gelingt es, bestehende und neue Strukturen, Landschaft und Gebäude, Natur und Mensch zusammenzubringen. Die Landesgartenschau 2024 wird eine Bürger-Gartenschau. Bereits die Bewerbung für die Veranstaltung wurde in Kirchheim von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung getragen. 1.184 Unterstützer hatten sich für die Landesgartenschau schriftlich ausgesprochen.

Allen Bürgerinnen und Bürgern, die hier ihre Ideen und Anregungen miteingebracht haben: Danke! Kirchheim-Heimstetten ist eine Mitmachgemeinde. Das zeigt dieses Bebauungsplanverfahren wieder eindrücklich. Es macht einfach Freude, mit Ihnen zusammen die Planung immer noch ein Stück besser zu machen. Herzlichen Dank für Ihr konstruktives Mitwirken!

Ihr Maximilian Böltl
Erster Bürgermeister

Ausstellung zum Architektenwettbewerb Landesgartenschau

Alle Arbeiten des Wettbewerbs sind im Rahmen der Bürgerbeteiligung ab Dienstag, 16. Juli im Hotel DORMERO in Heimstetten zu sehen. Erster Bürgermeister Maximilian Böltl eröffnet die Ausstellung um 18 Uhr, zu der die Gemeinde Sie alle herzlich einlädt.

Weitere Öffnungszeiten sind: Montag bis Donnerstag, 17 bis 19 Uhr, Freitag, 16 bis 18 Uhr, Samstag, 14 bis 16 Uhr, Sonntag, 10 bis 12 Uhr. Vertreter des Verfahrensbüros Keller Damm und Kollegen führen zudem am Donnerstag, 18. Juli um 17 Uhr und am Samstag, 20. Juli um 14 Uhr durch die Ausstellung und erläutern die eingereichten Konzepte und Siegerentwürfe. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Neue Blogartikel

Zusammen.Wachsen: Siegerentwurf zum Architektenwettbewerb Landesgartenschau steht fest

Am 13. Juli hat ein hochkarätig besetztes Preisgericht unter dem Vorsitz des Architekten und Stadtplaners Peter Brückner nach zwei Tagen intensiver Beratung einstimmig den Sieger des landschaftsplanerischen Wettbewerbs gekürt. Der erste Preis ging an Sinai Landschaftsarchitekten GmbH. Mit der Idee von fünf Parkbereichen, die die neuen architektonischen Landmarken im Ortspark, wie Gymnasium und Rathaus zu einem Ensemble zusammenführen, einer intensiven Einbindung der Bestandsgehölze und einem Parkteich als Mittelpunkt haben die Planer es geschafft, der anspruchsvollen Aufgabenstellung rundum gerecht zu werden. Zahlreiche eingebrachte Ideen aus der Bürgerschaft wurden integriert.
Neben dem Siegerentwurf wurden drei dritte Plätze und zwei Anerkennungen prämiert. Mit dem Sieger und den drei Drittplatzierten werden Vergabegespräche geführt, der Gemeinderat entscheidet dann über die Beauftragung eines Büros. Anschließend folgt die Detailplanung auf Basis des vorgelegten Entwurfs.

Info-Markt zu Kirchheim 2030

Herzliche Einladung zur nächsten Dialog-Veranstaltung zu Kirchheim 2030!

Am Montag, 3. Juni 2019 freuen wir uns auf Ihren Besuch in der Aula des Gymnasiums Kirchheim. Zwischen 19 und 21 Uhr stehen Ihnen alle Experten rund um Kirchheim 2030 für Ihre Fragen und Anregungen zu Verfügung. Die Planer vom Bebauungsplan, Verkehrs- und Grünplaner, die Planer von Rathaus und Gymnasium, die Vertreter von Rektorat und Zweckverband, Gemeinderäte und Bürgermeister! Noch bevor es Ende August in die formelle Öffentlichkeitsbeteiligung geht, sollen Sie die Gelegenheit erhalten, sich zu informieren UND mitzureden. Sagen Sie uns, wie Ihnen die Planungen gefallen, wo Ihnen vielleicht noch Änderungen wichtig wären. Falls Sie an Wohnraum interessiert sind - auch die Bauträger kommen. Bis Montag also!

INFORMATION UND DIALOG SEIT DEM BÜRGERENTSCHEID

ÖFFENTLICHE GEMEINDERATSSITZUNGEN:
Seit dem Aufstellungsbeschluss vom 25. September 2017 ist Kirchheim 2030 Thema in nahezu jeder Gemeinderatssitzung.
Bürgerbeteiligung

15.03.2018öffentliche Erörterungsveranstaltung zum Bebauungsplan
15.03. bis 09.05.2018Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB
11.02.2019Sonder-Bürgersprechstunde am Wäldchen
13.02.2019Info-Markt zum Thema Landesgartenschau
03.06.2019Infoabend zum Stand des Bebauungs-planverfahrens, inkl. Fachplanern
26.08. bis 30.09.2019Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch, Auslegung des Bebauungsplans


KIRCHHEIMER MITTEILUNGEN:
Allein 2019 bereits fünf Themen-Schwerpunkte zu Kirchheim 2030

DAS PLUS FÜR UNS

  • Attraktive Verbindung von Kirchheim und Heimstetten durch den neuen Ortspark
  • Erhalt des Charakters von Kirchheim-Heimstetten durch viel Grün- und Freiraum
  • Stärkung der bestehenden Ortskerne
  • Stufenweise, flexible Entwicklung über mehr als zehn Jahre schafft bezahlbaren Wohnraum – bei maßvollem Flächen-Einsatz
  • Raum für Bildung und Betreuung: neue Kindertagesstätten, neues Gymnasium, rweiterung des Seniorenzent-rums, neues Rathaus
  • Kürzere Wege durch neue Rad- und Fußwege sowie Stärkung innovativer Mobilität
  • Verkehrsverbesserung durch Umbauten am Kirchheimer Ei und an der Staatsstraße 2082
Die Landesgartenschau 2024 ist eine außergewöhnliche Chance für unseren Ortspark und die gesamte Gemeinde!


Weitere, interessante Blogbeiträge finden Sie in unserer Rubrik "Dialog".

Termine

Führung durch die Ausstellung
Zum Zeitplan
Führung durch die Ausstellung
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Öffnungszeiten der Ausstellung
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Eröffnung der Ausstellung
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Das PLUS für uns

Argumente für Kirchheim2030

Fragen & Fakten

INTERESSIEREN SIE SICH FÜR EINE EIGENE WOHNUNG ODER EIN HAUS IM UMGRIFF VON KIRCHHEIM 2030?
Verkaufsbeginn ist 2020!

Teilen Sie uns dazu bitte noch Ihre Wünsche mit: Wohnraumgröße und Zimmeranzahl, Kauf-/Mietinteresse frühestens und spätestens. So können wir den Bedarf strukturieren und auch das Modell für Ortsansässige konzipieren. Wenn Sie dies möchten, geben wir Ihre Daten auch an die Wohnbauträger weiter, um eine direkte Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Eigentumswohnung: etw@kirchheim2030.de
Einfamilienhaus: efh@kirchheim2030.de
Interesse an beidem: wohnraum@kirchheim2030.de
Interesse an Mietwohnraum: miete@kirchheim2030.de
WIE IST DER STAND ZUM NEUBAU DES GYMNASIUMS?
Für die Schulfamilie wollen wir eine moderne, funktionale Schule mit Turnhalle und Sportanlagen bauen, in der sich das qualitativ hochwertige pädagogische Konzept nachhaltig umsetzen lässt. Die Schule wird den Raum bieten, den die dort lernenden Schülerinnen und Schüler und die dort lehrenden Lehrerinnen und Lehrer im täglichen Unterricht brauchen. Darüber besteht im Zweckverband große Einigkeit. Selbstverständlich wird die Schule nach wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gebaut. Vorgabe ist das Raum-, Material- und Ausstattungskonzept. Wir haben die Kosten im Blick, der Erhalt des pädagogischen Konzepts ist für uns jedoch entscheidend.
Die Baufeldvorbereitungen für das neue Gymnasium beginnen Ende Juli / Anfang August 2019. Genauso auch beim Rathaus. Dabei werden die Bodenschichten in Teilen sehr sorgfältig abgetragen, um die Anforderungen der Archäologie zu erfüllen. Zudem ist das Ziel beim „Wäldchen“ unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen: die Funktion der Freiflächen, der gruppenweise Teilerhalt des Wäldchens und die Anforderungen der Schulfamilie. Der frühzeitige Beginn der Vorbereitungsarbeiten ist erforderlich, damit wir 2020 termingerecht mit den Bauarbeiten starten können. Zum Schuljahresbeginn 2022 ist die Eröffnung geplant.
WIE GEHT’S MIT UNSEREM ORTSPARK UND DER LANDESGARTENSCHAU 2024 WEITER?
Am 7. August 2018 wurde die Qualität unserer geplanten Ortsentwicklung nachdrücklich bestätigt – mit unserem Konzept haben wir die Landesgartenschau 2024 nach Kirchheim-Heimstetten geholt. Ein außergewöhnlicher Erfolg. Durch die Landesgartenschau 2024 können wir unseren Ortspark noch attraktiver für Einheimische und Gäste gestalten.
Aktuell läuft der Realisierungswettbewerb für die Gestaltung der Freiflächen, das Preisgericht entscheidet am 12. Juli 2019. Vom 16. bis 24. Juli 2019 werden die Wettbewerbsergebnisse öffentlich ausgestellt. Dies werden wir natürlich abwarten, bevor wir an der Planung unseres Ortsparks weiterarbeiten. Eines ist sicher: Unser Ortspark ist und bleibt das Herz von Kirchheim 2030, die grüne Lunge der Gemeinde! Im Bebauungsplangebiet
önnen wir noch deutlich mehr Grünfläche realisieren.
WAS HAT SICH BEIM WOHNRAUM GETAN?
Die einzelnen Wohn-Parzellen wurden bzgl. der Zufahrten, Tiefgaragen, Stellplätze, Nebenanlagen, Grünflächen etc. kontinuierlich konkretisiert. Durch die Festlegung der maximalen Geschossfläche besteht weiterhin Planungsspielraum innerhalb der definierten Baugrenzen. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Planung der jeweiligen Bauabschnitte. Interessierte werden eingeladen, ihren Bedarf über die eingerichteten E-Mail-Adressen zu kommunizieren, dies wird in der quartiersweisen Detailplanung dann Berücksichtigung finden.
WARUM GIBT ES ÜBERHAUPT ÄNDERUNGEN AM STRUKTURKONZEPT?
Wir versuchen, so nah wie möglich am Strukturkonzept Kirchheim 2030 zu bleiben. Da wir immer detaillierter in die Bebauungsplanung vordringen, zeigt sich an verschiedenen Stellen aber eben auch notwendiger Anpassungsbedarf. Aus technischen Gründen (z.B. Immissonsschutz) aber auch aufgrund von Bürgerwünschen, wie beispielsweise die Verlegung der Straßenquerung durch den Park nach Norden zur Staatsstraße. Ein Plan muss immer atmen können, um besser zu werden. Und der Prozess ist komplett transparent. Alle Beschlüsse werden öffentlich diskutiert. Uns ist wichtig, dass sich die Bevölkerung informiert, kritisch dabei ist und Ideen einbringt. Das macht Kirchheim 2030 stark.
SIND NICHT DIE VEREINBARTEN MIET- UND KAUFPREISE IM GEFÖRDERTEN WOHNUNGSBAU IMMER NOCH VIEL ZU HOCH?
Kirchheim kann sich von der ungebrochen hohen Nachfrage nach Wohnraum im Großraum München nicht frei machen, so dass sich diese Entwicklung auch im Marktpreis widerspiegelt. Durch die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern können diese Preise jedoch für Ortsansässige erheblich reduziert werden. Während in München der Durchschnittspreis je m² bei rund 7.000 € liegt, liegt der geförderte Betrag in Kirchheim bei 5.400 €. Die Durchschnittsmiete in München liegt bei über 19 €, in der Kirchheimer Förderung bei 12,50 € bzw. bei 10 € für den besonderen Bedarf.
MÜSSEN WIR BÜRGER FÜR KIRCHHEIM 2030 HÖHERE STEUERN ODER ABGABEN ZAHLEN?
Nein. Für Kirchheim 2030 tragen die Grundstückseigentümer/Bauträger alle von ihnen verursachten Folgekosten. Es erfolgt keine Umlegung auf die Bürger. Auch alle nicht ursächlichen Kosten sind über Steuermehreinnahmen durch steigende Einwohnerzahlen und den laufenden Haushalt abgedeckt.
PROFITIEREN DIE EIGENTÜMER, DEREN FLÄCHEN AUS DEM UMGRIFF DER PLANUNG GENOMMEN WURDEN?
Nein. Deren Flächen sind von „Wohnen“ auf „Ackerland“ zurückgestuft worden. Sollten diese Flächen irgendwann bebaut werden, so gilt das einheitliche „Kirchheimer Modell“, wonach Folgekosten von den Eigentümern zu übernehmen sind und 30% des Wohnraums wiederum vergünstigt für Ortsansässige zur Verfügung stehen. Alle Eigentumsflächen unterliegen diesem einheitlichen Modell und alle müssen sich finanziell an den Belastungen für die Gemeinde beteiligen.
VERÄNDERT SICH DURCH DIE DICHTE BEBAUUNG VON KIRCHHEIM 2030 NICHT DER CHARAKTER UNSERER GEMEINDE?
Nein. Sowohl der für die Baudichte maßgebliche Faktor, die Geschoßflächenzahl (GFZ), also das Verhältnis der gesamten Geschoßfläche auf einem Grundstück zu der Fläche des Baugrundstücks, als auch der Anteil der Wohnbebauung am gesamten Umgriff sind bei Kirchheim 2030 niedriger als in vergleichbaren Baugebieten im Ort:



Somit wird deutlich, dass Kirchheim 2030 – vor allem wegen des Ortsparks – deutlich lockerer bebaut wird.
ABER WAS PASSIERT, WENN DIE ANDEREN FLÄCHEN ZWISCHEN KIRCHHEIM UND HEIMSTETTEN AUCH NOCH BEBAUT WERDEN?
Der Gemeinderat hat bereits beschlossen, dass diese Flächen im Flächennutzungsplan – also in der Perspektivplanung der Gemeinde – von „Wohnen“ auf „Ackerland“ zurückgestuft werden. Eine Bebauung innerhalb der nächsten 20 Jahre ist damit sehr unrealistisch geworden. Ob die Flächen irgendwann bebaut werden und falls ja, wie sie bebaut werden, müssen künftige Generationen entscheiden.
BEDEUTET KIRCHHEIM 2030 EIN WACHSTUM DER GEMEINDE UM 6.000 EINWOHNER?
Nein. Maßgeblich für die Berechnung des Einwohnerzuwachses ist die Geschoßfläche, also das Ausmaß der Wohnbebauung. Diese beträgt insgesamt 128.700 m2. Je Einwohner wird eine Geschoßfläche von 38 m² angenommen. Zum Vergleich:
Beim Wohnungsbau am Sportpark sind es aktuell 42 m², bei den Reihenhäusern in der Caramanico- und Patystraße sind es 36 m². Mit 38 m² pro Person ergibt sich bei Kirchheim 2030 Wohnraum für rechnerisch exakt 3.387 Personen. 30% davon sind Ortsansässige, also nur Umzüge und keine Zuzüge, weil 30% des Wohnraums ja vertraglich hierfür gebunden werden. Bleiben also statistisch 2.370 Zuzüge gestreckt auf einen Zeitraum von rund 10 Jahren.
WARUM KANN KIRCHHEIM 2030 NICHT ALLE BESTEHENDEN VERKEHRSPROBLEME LÖSEN?
Kurze Wege, die die Gemeindeteile verknüpfen, die Anbindung an die Staatsstraße optimieren und alternative, umweltfreundliche Fortbewegungsmittel stärken – das Strukturkonzept Kirchheim 2030 bietet Lösungen an, um einen Teil der heutigen und künftigen Verkehrsprobleme in der Gemeinde in den Griff zu bekommen. Kirchheim 2030 kann aber nicht alle Probleme lösen. So sind heute schon Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im gesamten Gemeindegebiet erforderlich, damit der Ost-West-Durchgangsverkehr verringert werden kann. Die Frage der Westtangente muss mit den neuen Zahlen des Verkehrsgutachtens jetzt auf Landkreisebene gelöst werden. West- und Osttangente bringen vor allem für die Nachbargemeinden
sowie die gesamte Region Verbesserungen, in Kirchheim selbst reduzieren sie den Verkehr jedoch nur in geringem Maße.
WARUM WIRD DIE HEIMSTETTENER STRASSE GEÖFFNET?
Die Heimstettener Straße wird zwischen Gymnasium und Seniorenzentrum verknüpft, damit eine zweite innerörtliche Verbindung in Nord-Süd-Richtung entstehen kann. Außerdem soll damit das Schulzentrum von beiden Seiten her erschlossen werden, um die Verkehrsprobleme, die derzeit morgens und mittags bestehen, systematisch zu lösen. Die Heimstettener Straße wird verkehrsberuhigt durch einen zweimal um 90° verschwenkten Anger und durch Verengungen. Auch Tempo
7 wird geprüft (siehe Seite 26). Die Öffnung, ohne Anschluss an die M1, ist seit 2011 bereits Beschlusslage im Gemeinderat und muss demnach auch ohne Kirchheim 2030 umgesetzt werden.
WARUM WIRD DER STRASSENVERLAUF DER HAUPSTRASSE GEÄNDERT?
Der Ortspark soll möglichst wenig von Straßen beeinträchtigt werden, um Ruhe und Erholung zu bieten. Durch die Verlegung der Hauptstraße wird der Ortspark nun nur noch auf kurzer Strecke gequert – geprüft wird auch eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer oder eine alternative Anbindung über die Ausfahrt der Staatsstraße.
WIRD ES IM ORTSPARK AUCH SPIEL- UND SPORTMÖGLICHKEITEN GEBEN?
Die konkrete Ausgestaltung des Ortsparks ist im Strukturkonzept Kirchheim 2030 noch nicht festgelegt. Das erfolgt erst in der späteren Objektplanung. In den Planungszielen wurde vereinbart, dass der Park Freizeit und Erholung dienen und eine landschaftliche Prägung erhalten soll. Die Gemeinde hat zur weiteren Ausgestaltung einen Gestaltungsleitfaden beauftragt, in den auch die Bürger wie bislang weiter einbezogen werden sollen und der als Entscheidungshilfe für die Ausgestaltung des Parks dienen soll. Die Bürger der Gemeinde und damit die späteren Nutzer sollen sagen, wie ihre Freizeit und Erholung im Park aussehen soll: Ob Sport-, Spiel- oder Aufenthaltsflächen gewünscht sind bzw. wo diese auch sinnvoll anzuordnen sind.
STIMMT ES, DASS DER ORTSPARK GEGENÜBER DER URSPRUNGSPLANUNG HALBIERT WURDE?
Nein. Im Wettbewerb waren es 944.930 m2 Gesamtumgriff mit 321.800 m2 an neuen Grünflächen, davon 135.440 m2 Ortspark. Kirchheim 2030 umfasst ingesamt 486.600 m2, mit 153.000 m2 Grün, davon 101.200 m2 Ortspark. Die Reduzierung dieser Fläche war insbesondere für die Integration des Gymnasiums in die Planung notwendig.
MUSS DAS NEUE RATHAUS SO GROSS WERDEN, WENN KÜNFTIG DOCH ALLES ONLINE LÄUFT?
Auch zukünftig wird für eine bürgerfreundliche Verwaltung das persönliche Gespräch für alle Generationen unersetzlich sein. Natürlich wird das digitale Rathaus einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Gleichzeitig wird es aber immer Bereiche geben, die nur persönlich erledigt werden können. Denken Sie an das Standesamt, die Sozialbetreuung oder eine Bauberatung. Und die Verwaltung kann nur durch einen gemeinsamen Standort effektiv im besten Bürgersinn arbeiten.
WARUM BRAUCHT ES ÜBERHAUPT EIN NEUES RATHAUS?
Heute ist die Verwaltung auf fünf Standorte in der ganzen Gemeinde verteilt. Sowohl für die Bürger als auch insbesondere für die Verwaltung ist dies ineffektiv und aufwändig. Zudem sind die Standorte nicht barrierefrei. Nur durch ein neues Rathaus kann Kirchheim modern und zeitgemäß für alle Generationen verwaltet werden.
KOMMT DAS NEUE GYMNASIUM NUR, WENN KIRCHHEIM 2030 KOMMT?
Durch Kirchheim 2030 kann die Gemeinde Kirchheim dem Zweckverband an idealem Standort die dafür notwendigen Flächen zur Verfügung stellen. Kommt Kirchheim 2030 nicht, müsste die Gemeinde andere Lösungen oder gar alternative Standorte suchen, um das Gymnasium in Kirchheim halten zu können, da die Gemeinde nur Teileigentümer der derzeit überplanten Flächen ist. Dafür wäre ein ganz neuer Anlauf notwendig, der wieder viel Zeit kosten kann. Im jetzigen Konzept erhält die Gemeinde direkt alle notwendigen Flächen.
WARUM KANN DAS GYMNASIUM NICHT MEHR SANIERT WERDEN?
Seit 2009 besteht Sanierungsbedarf. Die Fassade müsste komplett erneuert werden, eine energetische Sanierung wäre fällig. Ins Gebäude und in die Turnhalle tritt Wasser ein, der Brandschutz muss ertüchtigt, die gesamte Elektrik ausgetauscht und die Lüftungs- und Heizungsanlage erneuert werden. Übrig bliebe nur ein Gerippe. Ein erheblicher Teil der notwendigen Kosten fällt zudem durch Erweiterungen an, weil die jetzigen Einrichtungen zu klein sind: Etwa die Turnhalle und die Mensa, Fachräume für Kunst, Musik, Biologie und Chemie sind mit der Schülerzahl nicht mitgewachsen. Es fehlen Freiflächen und Parkplätze. Es sind zu viele Mängel, so dass die Kosten für eine Sanierung und Erweiterung im Vergleich zu einem Neubau unverhältnismäßig wären.
WAS PASSIERT, WENN KIRCHHEIM 2030 IM BÜRGERENTSCHEID ABGELEHNT WIRD?
Ein Gesamtkonzept für die Flächen zwischen den beiden Gemeindeteilen wäre dann gescheitert. Die Verwaltung müsste in diesem Fall dem Gemeinderat empfehlen, alle Planungen für das Areal sofort einzustellen. Ein vierter Anlauf oder ein Zurück zur Wettbewerbsplanung wird nicht möglich sein. Beides wäre weder finanzierbar noch umsetzbar. Für den Neubau von Gymnasium und Rathaus müssten dann alternative Lösungen gefunden werden.
WANN STARTET DIE UMSETZUNG VON KIRCHHEIM 2030?
Wenn sich die Bürger von Kirchheim im Rahmen des Bürgerentscheids mehrheitlich für die Umsetzung des Strukturkonzepts aussprechen, kann mit dem Bau des Gymnasiums und des Rathauses rasch begonnen werden, da hier bereits Siegerentwürfe aus den Wettbewerben zur Gebäudeplanung vorliegen.
Noch 2017 soll in diesem Fall der Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren gefasst werden, danach würde die Detail- und Ausführungsplanung folgen. Erste Baumaßnahmen würden dann voraussichtlich ab 2018/2019 erfolgen. Bis 2030 soll das Konzept modular umgesetzt werden, so dass in verträglichen Einzelschritten gebaut wird.
WARUM SOLLEN DIE BÜRGER ABSTIMMEN, WENN SICH DER GEMEINDERAT EINIG IST?
Kirchheim 2030 stellt wichtige Weichen für die Ortsentwicklung der Gemeinde Kirchheim. Trotz parteiübergreifender Einigkeit brauchen die Projekte des Konzepts den Rückhalt der Bürger, um erfolgreich umgesetzt werden zu können.

Frage der Woche

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