Verkehr

Verknüpfung der Gemeindeteile

Das Verkehrskonzept auf einen Blick

  • Verknüpfung der Gemeindeteile mit fünf Fuß- und Radfahrwegen für mehr Verkehrssicherheit und weniger Binnenverkehr.
  • Umbau am „Kirchheimer Ei“ zur Verbesserung der Kreuzungssituation.
  • Konzept für den ruhenden Verkehr.
  • Anwohnerschonende Erschließung der neuen Wohngebiete von außen.
  • Verbesserte Anbindung an die Staatsstraße durch neue Auffahrten.
  • Schrittweise, geordnete Entwicklung lässt Zuzug verträglich steuern.
  • Kirchheim 2030 gestaltet die Mobilität der Zukunft – mit S-Bahn, Carsharing und E-Mobilität.

Planung

Kirchheim2030 ist ein Teil der Lösung

Verkehr

Das Strukturkonzept Kirchheim 2030 bietet durch stufenweise Bebauung und Außenerschließungen nicht nur Verkehrslösungen für neu entstehende Wohngebiete an, sondern schafft über neue Straßenführungen und weitere Querungen der Staatsstraße neue Chancen gerade auch für die bestehenden Siedlungsbereiche.

Lösungen bietet Kirchheim 2030 etwa bei der Erschließung der neuen Wohnareale an. Durch die Erschließung von außen sowie durch den Verzicht auf Gewerbegebiete wird Durchgangsverkehr durch die Gemeindeteile vermieden. Zudem erfolgt die Wohnbebauung in Modulen, also stufenweise über Jahre hinweg, so dass Zuzug verträglich gesteuert werden kann. Auch die insgesamt fünf Fuß- und Radwegequerungen über die Staatsstraße 2082 schaffen neue Verbindungen zwischen Kirchheim und Heimstetten und wirken der Teilung entgegen. Weiter werden Umbaumaßnahmen bei den Auffahrrampen der Staatsstraße die Zufahrt erleichtern und beschleunigen. Mit Tief- und Quartiersgaragen wird auch der ruhende Verkehr optimiert.

Kirchheim 2030 eröffnet die Möglichkeit, schrittweise und geordnet die vielen Verkehrsthemen anzugehen, die die Gemeinde heute schon beschäftigen. Dazu gehören auch Carsharing-Modelle, Elektromobilität und Ladestationen, Fahrradmobilität mit Wegenetz und Leihsystemen. Nicht zuletzt wird der öffentliche Nahverkehr mit dem S-Bahn-Halt und dem 15-Minuten-Takt durch die Zweite Stammstrecke als zentrale Schnittstelle aufgewertet. Die Kapazität wird erhöht. Auch die neue Buslinie 262 ist ein Beispiel dafür. Durch diese Maßnahmen werden PKW-Verkehre reduziert.

Ist-Situation im Jahr 2017

Verkehrsgutachten

Die Verkehrsplanung auf einen Blick:
  • Untersuchte Umgehungsstraßen bringen wenig Entlastung für Kirchheim – Initiative der Gemeinde für Lösung über den Landkreis.
  • Verkehrsberuhigungsmaßnahmen im gesamten Gemeindegebiet für Sicherheit und Lenkung zusätzlich erforderlich.
  • Erhöhung von Radverkehrsanteilen sowohl in Kirchheim mit attraktiven Rad- und Fußwegeverbindung durch den Ortspark als auch im Umland sowie Ausbau und Attraktivität ÖPNV zur Verkehrsreduzierung erforderlich.
  • Verzicht auf Gewerbe und Einzelhandel zur Vermeidung von Durchgangsverkehr.
Das aktuelle Verkehrsgutachten berücksichtigt neben Verkehrszählungen und -befragungen aus dem Jahr 2017 eine Reihe von bereits vorliegenden Untersuchungen. Dazu gehören Verkehrszählungen des Landkreises München aus den Jahren 2010, 2011 und 2012 genauso wie Straßenhierachien aus dem Wettbewerb, das Verkehrskonzept der Bürgerinitiative aus dem Jahr 2013, Haushaltsbefragung und Radverkehrskonzept, die Regelquerschnitte der Straßen, die Untersuchungen zum Kirchheimer Ei, der nördlichen Einfädelspur ST2082 oder zum LKW-Durchgangsverkehr. Im Rahmen des Gutachtens wurde eine Prognose für das Jahr 2030 mit dem Verkehrsmodell der Transver GmbH erstellt. Zusätzlich wurden die Maßnahmen der Ortsentwicklung Kirchheim 2030 einbezogen und verschiedene Varianten von Umfahrungsstraßen in Verbindung mit Kirchheim 2030 untersucht.

Prognose Verkehrsentwicklung bis zum Jahr 2030

Die Zahlen im Detail finden Sie in der Präsentation zum Themenabend Verkehr II im Downloadbereich der Website. Die angebenen Zahlen in blau sind absolute Zahlen in 1000 pro 24 Stunden, in rot bzw. grün werden die Veränderungen als absolute Zahlen in 1000 pro 24 Stunden angezeigt. Straßen ohne Detailzahlen bleiben unter der Erhebungsgrenze von 300 Fahrzeugen pro 24 Stunden.

Prognose ohne Kirchheim 2030 Prognose ohne Kirchheim 2030
Prognose mit Kirchheim 2030 Prognose mit Kirchheim 2030
Mit Westtangente bis zur M1 Mit Westtangente bis zur M1
(ohne Anschluss Bajuwarenstraße)
Mit Osttangente Mit Osttangente

Aktive Verkehrsplanung notwendig

Ausgangspunkt des Verkehrsgutachtens ist das Bestandsmodell. Dieses zeigt den Ist-Zustand mit Erhebungen aus dem Jahr 2017. Auf der Grafik lassen sich die heutigen Belastungen mit rund 21.000 Fahrzeugen z.B. auf der Staatsstraße oder mit rund 6.500 Fahrzeugen auf der Hauptstraße gut ablesen.

In einem nächsten Schritt wurde eine Zukunfts-Prognose ohne Kirchheim 2030 erstellt, berechnet für das Jahr 2030. Sie enthält das statistisch ermittelte Bevölkerungswachstum und Entwicklungen in Kirchheim und Umgebung ohne Kirchheim 2030. Das Bevölkerungswachstum ergibt sich aus Verdichtungen in der Bestandsbebauung. Bis 2030 könnten so 36.062 m² Geschoßfläche (siehe Gutachten hierzu im Download-Bereich der Website) bei durchschnittlich 38 m² Fläche pro Bewohner also 949 Einwohner dazukommen, durch die Entwicklung in Hausen-Süd mit 19.422 m² Geschoßfläche nochmals 511 Zuzüge. Insgesamt ist ein Wachstum von über 10% zu erwarten – gegenbestätigt durch Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (hier: 13% Bevölkerungswachstum; Grundlage der Prognose). In der Prognose ohne Kirchheim 2030 lässt sich erkennen, dass durch die im Jahr 2011 beschlossene Anbindung der Heimstettner Straße die Belastung auf der Hauptstraße sinkt. Auf der Staatsstraße hingegen nimmt der Verkehr um fast 2.000 Fahrzeuge zu.

Weiter wurde dann der Planfall Kirchheim 2030 untersucht. Dieser enthält die Neubaugebiete und die veränderte Straßenführung entsprechend dem Strukturkonzept Kirchheim 2030. Es wird deutlich, dass Kirchheim 2030 selbst nur jeweils geringfügige Verkehrssteigerungen verursacht: Am Heimstettner Moosweg mit rund 400 Fahrzeugen in 24 Stunden, an der südlichen Heimstettner Straße mit 300 bzw. 400 Fahrzeugen und an der nördlichen mit 1.100 bzw. 100 auf 24 Stunden. Diese Zahlen berücksichtigen dabei zusätzliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie Kreisverkehre, Verengungen und Temporeduzierungen noch nicht. Hier können erhebliche Effekte erzielt werden. Gleiches gilt für die angestrebte Erhöhung des Rad- und ÖPNV-Anteils am Verkehr insgesamt.

Nicht zuletzt wurde eine Reihe von Planfall-Varianten berechnet. Maßnahmen wie die Ost- oder Westtangente werden zusätzlich zur Ortsentwicklung angesetzt. Hier wird deutlich, dass es in beiden Fällen nur zu punktuellen Entlastungen in Kirchheim kommt, die Tangenten aber jeweils vor allem aus dem Umland erheblichen Verkehr anziehen. Kirchheim hat daher die Initiative ergriffen und wird mit diesen Zahlen eine Lösung zumindest für die Westtangente über den Landkreis anstreben. Der Kreistag berät hierüber im November 2017.

Konzept für Fahrrad und Fußgänger

Fahrrad und Fußgänger

Bisher war die Staatsstraße St2082 ein Symbol der Teilung der beiden Gemeindeteile Kirch-heim und Heimstetten. Im Rahmen der neuen Ortsentwicklung wird es durch den Bau von drei Brücken eine enge Verknüpfung der Gemeindeteile mit fünf Fuß- und Radfahrwegen über die Staatsstraße hinweg geben. Diese neuen Verbindungen werden den Fuß- und Radverkehr zwischen den beiden Gemeindeteilen Kirchheim und Heimstetten sicherer und schneller machen

Der Park gehört künftig allein Fuß- und Radfahrern. Er sorgt so für eine sichere Wegführung im Grünen, macht Schulen und öffentliche Einrichtungen über den Park erreichbar und bildet eine attraktive Vernetzung der Gemeindeteile Kirchheim und Heimstetten.

Umbau Ei

Downloads

Konzept

Anbindung Staatsstraße

Die Anbindungen an die Staatsstraße sollen ausgebaut werden, um die Verkehrsmengen in Zukunft besser abwickeln zu können. Die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung zeigen deutlich, dass durch diese Ausbaumaßnahmen eine positive Entwicklung für die einzelnen Verkehrsströme zu erwarten ist.

Durch eine direkte Anbindung der neuen Wohngebiete an die Staatsstraße kann zudem eine bessere Erschließung gewährleistet werden.